Monetizing

One man’s trash is another man’s treasure

Oder: Wie Ihr aus Altem und Gebrauchtem Geld macht

Jedes Mal wenn es mir mal wieder zu viel wird in Kleiderschrank und Keller ist es erneut an der Zeit auszumisten, zu entrümpeln, Wohlstandsmüll loszuwerden. Doch wohin mit überflüssigen Kleidungsstücken, Technik, Büchern und Einrichtungsgegenständen? Einfach wegwerfen? Das kann nicht die Lösung sein!
In diesem Artikel habe ich Euch bereits eine Möglichkeit aufgezeigt, mit Euren gebrauchten Smartphones Geld zu verdienen. Was für Smartphones gilt, könnt Ihr aber natürlich auch auf den Großteil anderer Gebrauchter Gegenstände übertragen.

Ein, wie ich finde sehr treffendes, altes englisches Sprichwort besagt:

One man’s trash is another man’s treasure
Source: https://idioms.thefreedictionary.com

Die Tatsache, dass Ihr den Nutzen, den Ihr aus dem Besitz eines Gegenstands bezieht, erschöpft habt, bedeutet noch lange nicht, dass dies auch für andere gilt und dass der Gegenstand damit wertlos geworden ist. Der Wert (Nutzen) liegt also im Auge des Betrachters. Ihr werdet überrascht sein, welchen Wert Andere in den Dingen sehen, die Ihr nicht mehr haben wollt!
Haltet Ihr Euch das zitierte Sprichwort vor Augen, wenn Ihr mal wieder entrümpelt, werdet Ihr daher künftig mindestens zweimal überlegen, ob Ihr Dinge einfach wegwerft oder sie stattdessen verkauft. Aber nicht nur finanziell ist es besser Altem und Gebrauchtem noch eine zweite Chance bei einem neuen Besitzer zu geben, nebenbei trotzt Ihr außerdem der Wegwerfgesellschaft und tut etwas Gutes für die Umwelt.

Damit das nicht alles nur Theorie bleibt und Ihr gleich loslegen könnt, erfahrt Ihr in diesem Artikel wo und vor allem wie Ihr Altes und Gebrauchtes am besten loswerdet.

Wo Ihr Was verkaufen könnt

Marktplätze (reale und online) für Altes und Gebrauchtes gibt es zuhauf, aber nicht alles lohnt sich wirklich oder ist für jede Art von Artikel geeignet. Ich versuche in das unübersichtlich große Angebot mal ein wenig (meine) Ordnung hereinzubringen:

Flohmärkte

Flohmärkte sind nach wie vor der Klassiker wenn es um das Verkaufen von Spielzeug, Trödel, Antiquitäten, Kleidung und vielem Weiteren geht. Meist werden Flohmärkte regional von Gemeinden, Ortsvereinen oder Dritten auf öffentlichen Plätzen, Parkplätzen oder in Gemeindezentren organisiert und Ihr könnt gegen eine Gebühr einen Stand beim Flohmarkt mit Euren Trödel bestücken.

Der Verkauf von Artikeln auf dem Flohmarkt kann viel Spaß machen und Ihr könnt gute Preise erzielen. Das Feilschen um den richtigen Preis ist dabei Teil des Vergnügens; das ist aber nicht jedermanns Sache. Zudem geht die Teilnahme an einem Flohmarkt mit einem vergleichsweise hohen zeitlichen Investment einher. Dabei dürft Ihr nicht nur die eigentliche Zeit auf dem Flohmarkt betrachten, denn darüber hinaus müssen all Eure Artikel in Kartons und Kisten verpackt, zum Flohmarkt transportiert und dort wieder ausgepackt und auf begrenztem Raum ansprechend präsentiert werden. Nach dem Flohmarkt kommt dann das Ganze noch einmal (einpacken, transportieren, verstauen). Das lohnt sich nicht immer. Außerdem sind nicht alle Artikel für einen Flohmarkt geeignet. So ist meines Erachtens der Flohmarkt in aller Regel nicht der richtige Ort für Elektronikartikel wie Smartphones oder Fernseher sowie große Artikel wie Möbel.

Ankaufsläden & -Plattformen

Für viele Artikel (vor allem Elektronikartikel und Medien) gibt es mittlerweile Ankaufsplattformen im Internet. In meinem Artikel über den Verkauf gebrauchter Smartphones, habe ich einen davon vorgestellt. Die Besonderheit bei diesen Plattformen bzw. dieser Art des Verkaufs ist, dass Ihr Eure Artikel nicht direkt an einen Endkunden verkauft, sondern an ein Unternehmen, dass gebrauchte Artikel zu günstigen Preisen ankauft, um diese dann gewinnbringend als gebrauchte Artikel an Endkunden weiterzuverkaufen. Bei diesem Geschäftsmodell muss die Differenz aus dem Ankaufspreis, den Ihr erhaltet und dem späteren Verkaufspreis, den der Endkunden bezahlt groß genug sein, damit sich die Transaktion für den Zwischenhändler lohnt. Daraus wird ersichtlich, dass Ihr hier weniger Geld verdienen könnt, als wenn Ihr direkt an einen Endkunden verkaufen würdet. Andererseits trägt der Zwischenhändler (die Ankaufsplattform) in diesem Fall auch das größere Risiko, sollte der Artikel nicht weiter verkauft werden können. Alles in Allem also eine Faire Sache.

Neben dem Internet, existiert diese Geschäftsmodell aber auch noch offline (da kommt es natürlich eigentlich auch her 😉 ). Geschäfte die Schmuck- und Gold ankaufen oder Antiquitätengeschäfte arbeiten grundsätzlich nach dem gleichen Prinzip.

Beispiele: rebuy.de, momox.de, etc.

Online Kleinanzeigen & Auktionen

Gewissermaßen die Flohmärkte des Online-Zeitalters sind Kleinanzeigen-Portale. Diese Form des Verkaufs ist mein persönlicher Favorit. Bei den üblichen Verdächtigen dieser Kategorie preist Ihr einfach Eure Artikel mit Beschreibung und Bildern online zum Verkauf an. Euer Aufwand beim Verkauf von Altem und Gebrauchtem über Kleinanzeigen hält sich stark in Grenzen. Die Anzeigen sind 24 Stunden täglich erreichbar und potentielle Käufer können bequem die gesamte „Auslage“ durchstöbern, ohne dass Ihr permanent intervenieren müsst. Kleinanzeigen sind bis zu einer bestimmten Menge in der Regel kostenlos und für einen längeren Zeitraum (beispielsweise 60 Tage bei ebay Kleinanzeigen) aktiv. Anders als bei regionalen (offline) Flohmärkten, sind potentielle Käufer über die gesamte Republik verstreut, was Eure Verkaufschancen enorm steigert.

Ein weiterer Vertreter dieser Kategorie sind Auktionsplattformen. Über diese ist bereits so viel geschrieben worden, dass ich es an dieser Stelle dabei bewenden lassen möchte.

Beispiele: dhd24.com, eBay-Kleinanzeigen.de, eBay.de

Wohltätigkeitsorganisationen und Co.

Wenn Eure Verkaufsbemühungen erfolglos bleiben oder Ihr den Aufwand gar nicht betreiben wollt, könnt Ihr zu guter Letzt Eure alten Schätze auch einfach spenden. Wohltätigkeitsorganisation und Co. nehmen Spenden in der Regel gerne entgegen und bieten Eure Artikel dann entweder zu stark vergünstigten Preisen zum Verkauf an Bedürftige an oder Verkaufen hochpreisig an jeden. In beiden Fällen kommen die Erlöse einem guten Zweck zugute.

Beispiele: FairKauf, Oxfam-Shops



7 Goldene Regeln für den Erfolg – So verkauft Ihr richtig

1. Detaillierte Artikelbeschreibung

Verfasst eine möglichst genaue und detaillierte Beschreibung Eures Artikels inkl. dessen Zustands. Je mehr Informationen Ihr zum Artikel aufnehmt, desto geringer die Anzahl der ungerichteten Anfragen. Habt Ihr ein wichtiges Detail vergessen und werdet von einem Interessenten hierzu kontaktiert, nehmt es in die Artikelbeschreibung auf. Möglicherweise haben auch andere potentielle Käufer diese Frage.
Denkt auch daran auf den Privatverkauf hinzuweisen und die üblichen Haftungs- und Rücksendeausschlüsse aufzunehmen. Wollt Ihr es den Interessenten noch einfacher machen, könnt Ihr auch Versandkosten und Zahlungsmodalitäten mit aufnehmen.

2. Gute Bilder

Macht gute, detailreiche Bilder von Euren Artikeln. Je besser die Bilder, desto professioneller und vertrauenserweckender wirkt Eure Anzeige und desto einfacher fällt es den potentiellen Käufern einen guten Eindruck vom Artikel und dessen Zustand zu gewinnen. Viele Plattformen gestatten das Hochladen mehrerer Bilder, das solltet Ihr nutzen, allerdings nur wenn es Sinn macht.
Hat der von Euch angebotene Artikel Beschädigungen, solltet Ihr diese fairerweise sowohl in der Beschreibung aufnehmen als auch mit einem Bild zeigen.

3. Realistische Preisvorstellung

Bei der Wahl des Verkaufspreises solltet ihr eine gute Portion Realismus walten lassen. Eine überhöhte Preisvorstellung schreckt potentielle Käufer ab. Gleichzeitig solltet ihr aber auch ein bisschen Raum für Verhandlung einplanen. Das Gefühl einen guten Preis verhandelt zu haben ist ein Erfolgserlebnis für den Käufer und bestätigt die Kaufentscheidung (verhindert Kaufkater), was einen zufriedenen Käufer hinterlässt. Lasst Euch auch nicht von provozierend niedrigen Angeboten für Eure Artikel frustrieren; das gehört leider dazu.

4. Verpackung & Versand

Oft kontaktieren Euch Interessenten, die nicht bei euch in der Nähe wohnen und sich den Artikel zusenden lassen wollen. Seid darauf vorbereitet und kennt die Versandkosten und die Abmessungen Eures Artikels. Am besten habt Ihr außerdem Kartons verschiedener Größen im Keller oder auf dem Dachboden, die Ihr für den Versand verwenden könnt. Dass Ihr Eure Artikel möglichst sicher und ordentlich verpacken solltet, versteht sich von selbst.

5. Zahlungsbedingungen

Barzahlung bei Abholung ist mir meist die liebste Option, direkt gefolgt von der Abwicklung über PayPal. Letztere ist sowohl für Käufer als auch Verkäufer die sicherste Option. Die Gebühren, die Ihr an PayPal zahlen müsst, wenn Ihr Geld von Fremden erhaltet, solltet Ihr in der Preisfindung einkalkulieren. Letztlich könnt Ihr auch die Bezahlung per Banküberweisung anbieten. Das mache ich aus offensichtlichen Gründen allerdings nur sehr ungerne. Die unbare Begleichung des Kaufpreises kommt eigentlich nur zum Tragen, wenn Eure Artikel auch versandt werden sollen. Hier versteht sich natürlich, dass Ihr diesem Fall nur Vorkasse akzeptieren solltet.

6. Antwortet auf Anfragen(!)

Wenn Ihr Anfragen von potentiellen Käufern erhaltet, solltet Ihr diese grundsätzlich beantworten, idealerweise innerhalb weniger Stunden. Auch wenn die Nachrichten die Ihr da so erhaltet oft eine echte Zumutung sind, bleibt höflich und professionell. Im schlimmsten Fall sammelt Ihr gutes Karma, im besten Fall werdet Ihr Eure Artikel zu einem Top Preis los.

7. Seid ehrlich(!)

In Eurem Geschäftsgebaren solltet Ihr stets ehrlich sein und Vereinbarungen einhalten. Beispielsweise bei Zustand oder Eigenschaften Eurer Artikel zu übertreiben oder offenkundig zu lügen ist eine schlechte Idee. Am Ende wird der Käufer hinter die Unzulänglichkeiten Eurer Artikel kommen und den Kauf bereuen. Damit zerstört Ihr Eurem Ruf als vertrauenswürdiger Verkäufer!

Was nutze ich?

Dass eBay Kleinanzeigen mein persönlicher Favorit ist, habe ich bereits angedeutet. Ich habe zu jeden beliebigem Zeitpunkt die ein oder andere Anzeige auf ebay Kleinanzeigen offen, mit der ich versuche Dingen noch eine zweite Chance bei einem neuen Besitzer zu geben. Vielleicht ist da ja auch etwas für Euch dabei. Hier der Link zu meinem Angebot:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-bestandsliste.html?userId=20116301

Habt Ihr auch einen übervollen Keller und Euer Kleiderschrank kommt so langsam an seine Belastungsgrenze?
Dann fangt jetzt damit an Altes und Gebrauchtes zu Geld zu machen!


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